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Lackaufbau

Schicht für Schicht: Aufbau von Autolacken

Jede Automobillackierung ist attraktiver Blickfang und wichtige Schutzschicht in einem. Die Anforderungen, die an die Lackierung gestellt werden, sind hoch und lassen sich nur durch ein mehrschichtiges System erfüllen.

Zusammensetzung von Lacken

Die Basis moderner Lackprodukte sind Kunstharze, auch Bindemittel genannt. Sie bestimmen die physikalischen Eigenschaften des Lacks, zum Beispiel Trocknung, Filmbildung, Glanz, Haftung oder Widerstandskraft gegen äußere Einflüsse.

Für alle Kunststofflacke, zum Beispiel Füller oder Decklack, werden die Kunstharze mit den gewünschten Eigenschaften zusammengemischt und mit anderen Lackinhaltsstoffen kombiniert.

Damit daraus eine widerstandsfähige Lackierung wird, muss der Lack appliziert und Temperatur hinzugegeben werden. Die Wärme in der Lackierkabine sorgt dafür, dass sich die Kunstharze dauerhaft miteinander verbinden und ein Netz bilden, das die Karosserie überzieht.

Und was passiert nach einem Lackschaden? Erfahren Sie mehr zum Thema Lackreparatur.
 

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So werden Lacke aufbereitet

  1. Untergrund ​
    Beim Umlackieren oder einer Lackreparatur werden zunächst Lackreste und Rost entfernt und die Karosserie gründlich gereinigt und entfettet. Der Untergrund muss frei von Schmutzpartikeln, Teer, Öl und Wachs sein. Anschließend wird die Karosserie geschliffen. Das dient neben dem Entfernen von Lackresten und Rost auch zur Erzielung eines optimalen Verbundes zum Untergrund. Die Anwendung ist auch notwendig zum Ausgleichen von Unebenheiten. Die Auswahl der Körnung des Schleifpapiers ist abhängig von der jeweiligen, darauffolgenden Schicht.
  2. (Schweißprimer) 
    Falls umfangreiche, zeitaufwendig Schweißarbeiten erforderlich sind, ist der Einsatz eines Primers mit Schweißzeugnis gefragt. Denn er ist beim Schweißen bezüglich der auftretenden Gase und Räuche unbedenklich. Außerdem verhindert er das Wegbrennen der umliegenden Schicht sowie gefährliche Spritzer beim Schweißen. Nach dem Schweißen und vor Spachtelarbeiten sollte diese Schicht wieder entfernt werden.
  3. Spachtel 
    Unebenheiten können mit Spachtelmasse ausgefüllt und ausgeglichen werden. Dies kann in einem, aber auch in mehreren Arbeitsgängen als Grob- und/oder Feinspachtelauftrag erfolgen. Anschließend erfolgt der Spachtelschliff.
  4. Grundfüller 
    Der Füller sorgt für einen Verbund der einzelnen Schichten und damit für die Beständigkeit des Lackaufbaus. Zudem gleicht er kleine Unebenheiten aus und sorgt für einen ebenmäßig glatten Untergrund sowie für Steinschlagschutz. Darüber hinaus erzielt er eine hochwertige Optik der Endlackierung
  5. Decklack / Basislack 
    Die Decklackierung ist die Schicht im Lackaufbau, die dem Betrachter ins Auge fällt – sie gibt Farbe, Glanz und Effekte. Sie kann ein Einschichtsystem (Unilacke) oder ein Zweischichtsystem (Basislack / Klarlack) sein. Zur Erzielung des richtigen Farbtons kann eine Decklackierung außerdem aus mehreren farbtongebenden Schichten bestehen. Neben ihren optischen Eigenschaften dient diese Schicht auch dem Schutz gegenüber äußeren Einflüssen wie Witterung, Umwelt und Kratzer.
  6. Klarlack 
    Zum Schluss schützt eine Klarlackschicht die gesamte Lackierung vor äußeren Einflüssen zum Beispiel durch Wind, Wetter oder Waschbürsten. Der Klarlack verleiht der Lackierung auch den gewünschten Glanzgrad – von hochglänzend bis edelmatt.

Information für Oldtimer- und Young-Timer-Besitzer

Eine perfekte Lackierung Ihres Oldtimers kann ohne Probleme mit modernen Wasserbasislacken durchgeführt werden! Für eine High-End-Lackierung auf Oldtimern empfehlen wir eine zusätzliche Klarlackschicht – sowohl auf den Einschicht-Decklacken, als auch auf unseren Zweischichtdecklacksystemen. Die passende Lackfarbe zu Ihrem Klassiker finden Sie unter Oldtimer Farben.