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Beifallen

Definition

Zu langsame Verdunstung von Restlösemitteln aus einem frisch lackierten Aufbau. Dadurch entsteht eine großflächig eingefallene Lackoberfläche. Kann zur Glanzreduzierung (Schleier) führen; lokal begrenzt auch als Randzonenmarkierung (siehe „Randzonenmarkierung”).

Ursachen

  1. Zu kurze Trockenzeit und/oder zu hohe Schichtdicken des Füllers bzw. des gesamten Lackaufbaus.
  2. Zu dünne oder fehlende Isolierung von Spachtelstellen.
  3. Anquellen lösemittelempfindlicher Untergründe.
  4. Falsche Härterdosierung bei Spachteln und Füllern.
  5. Falscher Aufbau bei TPA-Lackierung.
Beifallen
Beigefallene Spachtelfläche, Abb. 1:1
Beigefallen
Beigefallene Fläche, Abbildung 1:1

Vermeidung

  1. Empfohlene Schichtdicken und Trockenzeiten einhalten. Die Trocknung mit Infrarot-Geräten beugt Beifallerscheinungen vor, da zuerst die unteren Schichten erwärmt werden.
  2. Ausreichend dicke Isolierschicht auftragen (ca. 50 µm).
  3. Vor der Lackierung Lösemitteltest mit Acryl- bzw. Nitroverdünnung durchführen. Übergangszonen und Flächen feiner ausschleifen (Spachtelbereich P80/150, Grundfüller-/Füllerbereich P240 – siehe technische Information). Quellbare Altlackierung nicht überspachteln (metallisch blanken Rand lassen). Füller in dünnen Spritzgängen mit längeren Zwischenablüftzeiten verarbeiten (isolieren). Material mit geringem Anlöseverhalten (z. B. Wasserfüller) einsetzen.
  4. Vorgeschriebene Mischungsverhältnisse einhalten.

Reparatur

Betroffene Stellen planschleifen. Neuaufbau mit geeigneten Grund- und/oder Decklackmaterialien.