

Gleich mit seiner ersten Eigenfabrikation Kristall-Weiss, der ersten streichfähigen Lackfarbe in Deutschland, landet Max Winkelmann 1893 einen Volltreffer. Danach folgen viele weitere erfolgreiche Lackprodukte für die unterschiedlichsten – aus heutiger Sicht manchmal kurios anmutenden – Anwendungen.
Viele Produkte, eine Marke
Das Rostschutzmittel Eisenglasurit ist die zweite Eigenproduktion, die Max Winkelmann auf den Markt bringt. Ihr Erfolg macht einen Namen bekannt, der rund 120 Jahre später weltweit der Inbegriff für Lacke in Premiumqualität ist – Glasurit.
Im Jahre 1898, fünf Jahre nachdem die erste Eigenproduktion auf den Markt gekommen ist, stellt das Unternehmen Winkelmann bereits so viele verschiedene Produkte her, dass der Wunsch nach einer einheitlichen Bezeichnung aufkommt. Als Markenname für die Lacke aus dem Hause Winkelmann bietet sich der frühere Produktname Glasurit geradezu an. Er klingt nicht nur gut, sondern hat auch die Bedeutung „glasurartig harter Überzug“. Und so wird vor mehr als 110 Jahren die Marke "Glasurit" eingetragen.
Symbol für Fortschritt und Innovation
Für die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche hat das Unternehmen Lackprodukte entwickelt: Fußboden- und Ofenglasurit, Heizkörperlack, ja sogar spezielle Lacke für Strohhüte und Särge gehören zu Beginn des 20. Jahrhunderts ins Programm. Auch Lacke für die Automobilindustrie werden im Werk in Münster-Hiltrup produziert.
1925 beginnt die Ära der Nitrozelluloselacke. Sie werden in der neuen Farbenfabrik „Glasso“ hergestellt. Die nach der Fabrik benannten Glasso-Lacke ermöglichen die erste Spritzlackierung für Autos in Deutschland – und der Name Glasurit wird ein weiteres Mal zum Symbol für Fortschritt und Innovation.
Mittlerweile hat sich Glasurit auf Autoreparaturlacke spezialisiert und ist damit weltweiter Technologieführer. Doch das ist wieder eine andere Geschichte.