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Glasurit News
BOcruiser driving on street. Solar car BOcruiser, coated with Glasurit paints, won the Design Award as the most beautiful solar car at the Global Green Challenge in Australia. In 2007, the Bochum University of Applied Sciences’ SolarWorld car (left, yellow) was named the world’s most beautiful solar car at the Global Green Challenge in Australia. The award has remained in the hands of the car’s creators. In 2009, their BOcruiser received the award as well (right, white).
19.08.2010

BOcruiser mit Glasurit-Lacken schönstes Solarmobil der Welt

Die Titelverteidigung ist geschafft, der BOcruiser hat die Nachfolge von SolarWorld No. 1 angetreten. Bei der „Global Green Challenge“, einem Rennen für Solarmobile über 3.000 Kilometer quer durch Australien, zeichneten die Organisatoren den BOcruiser der Fachhoch­schule Bochum, der mit Glasurit-Lacken beschichtet ist, mit dem Design-Preis aus.

Damit darf sich das vierrädrige Gefährt nun als „schönstes Solarmobil der Welt“ bezeichnen. Bereits im Jahre 2007 hatte das Vorgänger­modell SolarWorld No. 1, ebenfalls lackiert mit Glasurit-Lacken, den Design-Preis gewonnen.In seiner Rede zur Preisverleihung betonte der Veranstaltungsmanager, Chris Selwood, dass es für jeden, der den Auftritt des BOcruiser beim Härtetest durch „Down Under“ gesehen hatte, keinen Zweifel geben konnte, wer den Design-Preis verdient hat. Großer Jubel herrscht daher bei der Mannschaft der Fachhochschule Bochum um Teamchef Julian Stentenbach, bei Glasurit und beim Lackierer Rainer Lennartz aus Lünen-Brambauer vom dortigen Lackierteam Lennartz.

Auch SolarWorld No. 1, im Übrigen noch wie die meisten der Teilnehmer auf drei Rädern unterwegs, nahm an der „Global Green Challenge“ teil und belegte beim Rennen selber einen guten neunten Platz. Diese „Top Ten-Platzierung“ gelang mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 75 km/h auf die Gesamtdistanz von 3.000 Kilometer gerechnet und einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h. Der BOcruiser belegte bei seinem Renn-Debüt den zwölften Platz – bei einer Durchschnittgeschwindigkeit von 55 km/h und einer Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h.  

Für den BOcruiser hatte sich das Team für eine Lackierung in Weiß entschieden – eine Farbe, die Nachhaltigkeit symbolisiert und die auf den Straßen immer häufiger zu sehen ist. Lackierer Rainer Lennartz kam sich angesichts der Vorgaben des Teams der Fachhochschule Bochum, bestehend aus rund 30 angehenden Ingenieuren und ihren Professoren und Lehrkräften, wie in der „Formel 1“ vor. Möglichst wenig Lack sollte aufgetragen werden, um Gewicht zu sparen. Lennartz wählte für das Projekt einen High-Solid-2K-Decklack der Reihe 22 von Glasurit. Sein Ziel: „Eineinhalb Schichten Lackierung mussten reichen, dabei aber Grundfunktionen des Lacks wie Schutz, Haltbarkeit und Design erfüllt sein.“ Zum Vergleich: Ein Neuwagen wird in der Regel mit vier Schichten Lack (Grundierung, Füller, Basislack, Klarlack) beschichtet. Rainer Lennartz bearbeitete die Schale des Fahrzeugs nur partiell mit Füller und trug dann anstelle eines 2-Schicht-Systems mit farbigem Basislack und Klarlack die deckkräftige Reihe 22 auf. Die Sponsoren-Logos wurden mit einer Schablone auflackiert und mit Klarlack versiegelt. Dann wurde die Oberfläche geschliffen und poliert. „Diese Version der Aufbringung der Logos habe ich in Absprache mit der Fachhochschule Bochum gewählt, damit die Kanten der Aufkleber nicht zu Luftverwirbelungen führen können“, erklärt Rainer Lennartz.

Der sehr realitätsnah gebaute BOcruiser soll nun weiter entwickelt werden – immer mit dem Ziel, die Elektromobilität weiter zu fördern. Bei der nächsten Global Green Challenge wird der bis dahin noch einmal verbesserte BOcruiser dann zu den ganz heißen Siegkandidaten gehören, denn die Organisatoren der Australien-Tour um den Chief Safety Officer Peter Sloithy planen eine Regeländerung, damit in Zukunft noch mehr Fahrzeuge mit einem Realitätsanspruch wie beim BOcruiser und wie bei SolarWorld No. 1 an den Start gehen können.